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Im Fokus: „Unsere Bilder müssen möglichst authentisch sein“

Ein farbenfroher Kapiteleinstieg in Latein, der Fünftklässler:innen motiviert oder die Pflanzenzelle als elektronenmikroskopische Aufnahme für die Oberstufe: In Bildungsmedien sind die Anforderungen an das Bildmaterial, aber auch an Animationen oder Videos vielfältig. Um Medien effektiv zu suchen und zu finden, braucht es deshalb spezielle Tools. Zeynep Arghan, die die picturemaxx-Anwendung bei Cornelsen rundum betreut, erklärt im Interview, welche Tools das sind und wie sie sie in ihrer täglichen Arbeit nutzt.


Interview mit Zeynep Arghan, Consultant Legal Tech Solutions bei Cornelsen Verlag GmbH


Illustration mit Zitat von Zeynep Arghan und Bild des Cornelsen Verlagshauses

Frau Arghan, welche Rolle spielen Bilder bei einem großen Bildungsmedienanbieter wie Cornelsen? Auf welcher Art von Bildern liegt der Fokus?


Zeynep Arghan: „Als Bildungsmedienanbieter möchten wir natürlich den Lernenden die Inhalte in unseren Lehrwerken mit attraktiven Bildern näherbringen. Außerdem heißt es nicht von ungefähr: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Inzwischen sind es aber nicht mehr nur Bilder. Animationen, Videos und Audios werden wichtiger, weil digitales Lernen in den Alltag bereits eingezogen ist. Wichtig für uns ist es, möglichst authentische Bilder zu finden.“


Wie ist das Thema Bilder bei Ihnen organisiert, wie finden Sie immer genau das richtige „authentische“ – oder eben das beste Bild – für jeden Text?


Zeynep Arghan: „Das Bild muss den Inhalt unterstreichen und unterstützen. Das pauschal beste Bild gibt es nicht, das hängt davon ab, ob es sich beispielsweise um einen motivierenden Kapiteleinstieg in der Klassenstufe 5 handelt oder um eine elektronenmikroskopische Aufnahme in der Oberstufe.

Die Anforderungen an das „beste” Bild gehen weit über die Ästhetik hinaus:

Im Englisch-Lehrwerk kommt es vielleicht auf den authentischen britischen Hintergrund an, im Physikbuch soll der Flaschenzug in allen Details so gut erkennbar sein, dass man eine Aufgabe damit verknüpfen kann und im Biologie-Lehrwerk müssen wir sicher sein, dass die abgebildete Kröte tatsächlich Alytes obstetricans zeigt und nicht etwa Alytes maurus. Biolog:innen wollen immer das ganze Tier sehen, das Motiv darf nicht beschnitten sein. Mikroskopaufnahmen nützen nicht viel ohne Angabe der Vergrößerung.“


Welche Herausforderungen gibt es bei einem großen Bildungsmedienanbieter wie Cornelsen, was die Recherche von Medien anbetrifft? Und wie werden diese gelöst?


Zeynep Arghan: „Wir haben ja ein breites Spektrum von Lehrwerken und digitalen Bildungslösungen – vom Erstlesen in der Grundschule bis zum Leistungskurs Biologie im gymnasialen Bereich. Deshalb sind die Herausforderungen entsprechend vielfältig. Wichtig sind die Metadaten eines Mediums, wenn unsere Redakteure und Redakteurinnen Medien treffsicher suchen und finden wollen. Da sind leider nicht alle Agenturen sehr gut vertreten. Unpassende oder gar fehlerhafte Verschlagwortung der Medien machen uns die Suche schwer. Ein weiteres Thema ist, dass wir bei einigen Anbietern nicht alle Informationen erhalten: Sind die abgebildeten Personen mit der Veröffentlichung einverstanden, dürfen wir das Gebäude oder die Ausstellung überhaupt zeigen? Diese Fragen selbst zu klären, kostet Ressourcen und Zeit.“


Sie arbeiten bei der Recherche und dem Einkauf von Medien mit dem Angebot von my-picturemaxx – und das schon seit vielen Jahren. Wie hilft Ihnen die Software in der täglichen Arbeit? Inwieweit trägt sie zu Effizienz und Qualität in der Bildrecherche bei?


Zeynep Arghan: „Ich bin seit vielen Jahren als picturemaxx-Administratorin tätig, ich unterstütze Kolleg:innen in ihrer täglichen Arbeit mit my-picturemaxx, beantworte Fragen und führe regelmäßige Schulungen durch. Durch die Schulungen werden die Kolleg:innen bestens informiert und können die Möglichkeiten der Anwendung vollständig ausschöpfen.

Ein wichtiger Aspekt ist, dass über my-picturemaxx gleichzeitig in den Portfolios mehrerer Anbieter gesucht werden kann. Das ermöglicht unseren Redakteur:innen einen Direktvergleich der Medien. Die Redaktion kann sich das 'beste' Medium aussuchen.“

Auf welche Features in my-picturemaxx möchten Sie nicht mehr verzichten und warum?


Zeynep Arghan: „Bei einem großen Bildungsmedienanbieter wie Cornelsen arbeiten viele Kolleg:innen parallel mit der Software – da kommt es auf eine reibungslose Zusammenarbeit und einen effektiven Austausch an. Dafür nutzen wir zum Beispiel die Funktion, Leuchtkästen (also Übersichten über Bilder, die man sich merken möchte) zu teilen. Damit arbeiten die Redaktionen sehr effizient mit der Lizenzabteilung zusammen. Gerne greifen wir auch auf die Möglichkeit zurück, Projekt-Ordner zu erstellen: Für die tägliche Arbeit der Redaktionen sind diese Verwaltungstools unverzichtbar.“




Das Interview führte Medienjournalistin Julia Gundelach für picturemaxx.

Vielen Dank!




Weitere Informationen


Zu Cornelsen: www.cornelsen.de


Zum Unternehmen: www.picturemaxx.com Kontaktaufnahme: info@picturemaxx.com

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