Im Fokus: „Die Nutzung von Bildern wird immer vielfältiger“

Aktualisiert: 5. Aug.

Wir alle lieben Bilder – Cinzia Giannì aber ganz besonders. Die Teamleiterin von SZ Photo, der Bildagentur der Süddeutschen Zeitung hat tagtäglich mit Bildern und Fotos zu tun und nutzt dafür mit SZ Photo auch den Marktplatz des Mediennetzwerks von picturemaxx. Im Interview verrät sie, warum Bilder gerade heute so wichtig sind und wie picturemaxx sie in ihrer täglichen Arbeit unterstützt.


Interview mit Cinzia Giannì, SZ Photo


Interview mit Alexis Zurflüh

Frau Giannì, Sie haben jeden Tag mit Bildern zu tun – haben Sie ein persönliches Lieblingsmotiv, das Sie immer wieder „packt“?


Cinzia Giannì: „Das ist eine schwierige Frage. Denn jedes Motiv kann gut oder weniger gut fotografiert sein. Für mich macht es aber den Unterschied, ob es emotional ist oder nicht. Das schaffen manche Bilder, andere nicht. Und das können ganz unterschiedliche Themen sein, kleine Augenblicke, die jemand eingefangen hat. Ob es ein tolles Porträt ist, ein Bild von einer Demo oder etwas ganz Beiläufiges, Langweiliges – wenn es gut fotografiert ist, packt es einen trotzdem.“


Warum sind Bilder in der Kommunikation so wichtig, und wie hat sich die Rolle von Fotos im Lauf der Zeit verändert?


Cinzia Giannì: „Je nach Medium übernehmen Bilder unterschiedliche Rollen. Manche sind illustrierend, schöne Schmuckbilder. Das ist im redaktionellen Umfeld anders, hier unterstreichen sie auch das Geschriebene, konkretisieren und fangen die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser. Die Aufmerksamkeitsspanne hat sich verringert, vor allem im Onlinebereich. Hier kann man unglaublich viel und schnell konsumieren, Bilder unterstützen natürlich dabei. Aber auch im Gedruckten:

Wenn ich die Zeitung aufschlage und ganz viele Artikel sehe, und einer hat ein tolles, klares Bild mit einer Aussage, dann zieht mich das natürlich am meisten an.“

Werden dadurch heute mehr Bilder gebraucht als früher?


Cinzia Giannì: „Man gewöhnt sich schnell an neue Entwicklungen und eine neue Mediennutzung, wie z.B. Instagram, und ändert seine Sehgewohnheiten. Wenn man mehr digitale Angebote nutzt, ist man es auch gewohnt, mehr Bilder zu sehen, und auch, über die Bilder Informationen zu erfassen und nicht nur über Texte. Und: Die Nutzung von Bildern wird immer vielfältiger. Während unsere Kund:innen früher ein Bild für einen Artikel wollten, kommt jetzt ein E-Paper dazu, eine Digitalausgabe, Social Media. Das hat sich potenziert, aber die Bereitschaft, für jede Nutzung einzeln zu zahlen, ist gesunken.“


Wie sieht denn ein normaler Tag bei Ihnen im Büro aus? Dürfen Sie den ganzen Tag tolle Bilder angucken?


Cinzia Giannì: (Lacht) „Nein, ich bin an allen Stellen der Bildagentur involviert. Ich kümmere mich um die Kund:innen, schaue, was hereingekommen ist. Viele Fotograf:innen beliefern uns täglich, da muss man natürlich sichten, was dabei ist.


Ob wir Bilder nehmen oder nicht, kommt aber nicht nur auf das Bild an, sondern auch, ob es ins Portfolio passt, die rechtliche Situation und wie viele ähnliche Bilder wir schon haben.“

Sie bieten 4 Millionen lizenzpflichtige Bilder an. Wer sind Ihre Kund:innen und wofür nutzen diese die Bilder?


Cinzia Giannì: „Wir sind eine klassische Bildagentur, unsere Kund:innen kommen aus allen Bereichen, aber unser Schwerpunkt liegt auf dem Editorial-Bereich und auf unseren historischen Beständen. Wir bauen gerade aber auch den aktuellen Bestand deutlich aus und geben dabei auch jungen, unbekannteren Fotograf:innen gerne eine Chance. Bei dieser #candid-Reihe geht es darum, dass aufstrebende, professionelle Fotograf:innen ungewöhnliche Geschichten, Menschen oder auch mal unbequeme Realitäten einreichen können – jung, urban und ungeschönt fotografiert.“


Sie setzen seit mehreren Jahren auf den Marktplatz des Mediennetzwerks von picturemaxx. Wie unterstützt Sie das in ihrer täglichen Arbeit, aber auch in der Zusammenarbeit mit Fotograf:innen und Reporter:innen?


Cinzia Giannì: „Wir nutzen von picturemaxx die Datenbank und auch die Websitelösung. So können wir nicht nur unsere Bilder einem riesigen Kundennetzwerk zugänglich machen, sondern unser Archiv auch digital abbilden. Und das ist groß, denn uns gibt es als Bildagentur schon seit 1956!

Wir bieten unsere Bilder über my-picturemaxx an, wo viele Kund:innen aus dem Zeitungs- und Magazinbereich sind. Wir nutzen auch andere Services, erstellen etwa Angebote zu tagesaktuellen Bildern, haben verschiedene Kanäle, in die wir unsere Bilder einlaufen lassen, zum Beispiel auch die angesprochene #candid-Kollektion.

Auch in der Zusammenarbeit mit Fotograf:innen und Kund:innen hilft uns picturemaxx. Denn die Arbeit wird von allen Seiten immer anspruchsvoller, jede:r ist es gewohnt, alles sehr schnell digital zu bekommen. Da müssen wir aktiv sein und reagieren und uns natürlich auf unsere Datenbank und die dahinterliegende Lösung verlassen können. Wir nutzen auch die Möglichkeit, den Fotograf:innen einen eigenen Kanal einzurichten. So kommen Bilder schnell zu uns und können schnell weiterverteilt werden. Das alles unterstützt uns auf sehr konstruktive Weise.“


Was und warum möchten Sie als Agentur bei picturemaxx nicht mehr missen?


Cinzia Giannì: „picturemaxx ist sehr etabliert, routiniert und spezialisiert auf das Bildagenturgeschäft. Das sind natürlich viele große Vorteile für uns. Die Kolleg:innen dort wissen sofort, worum es geht, wir müssen nicht alles erklären, sie bringen eigene Ideen ein. Das ist eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Und der Zugang zu dem breiten Kundennetzwerk über my-picturemaxx ist schnell und einfach – für uns definitiv eine große Unterstützung.“



Das Interview führte Medienjournalistin Julia Gundelach für picturemaxx.

Vielen Dank!




Weitere Informationen


Zu SZ Photo: www.sz-photo.de


Zum Unternehmen: www.picturemaxx.com Kontaktaufnahme: info@picturemaxx.com

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